Unser Start in die Surf-Bundesliga


Die neue Saison der Surf-Bundesliga ist eröffnet – und wir sind wieder mittendrin. 
In diesem Jahr sind wir in der Windsurfer LT Klasse am Start. Und das gleich mit drei Teams. 

Der Auftakt fand am vergangenen Wochenende beim Strander Surf Cup des Surf Club Kiel e.V. statt. 
Auf der Kieler Förde wurde dort der Startschuss für die diesjährige Bundesliga Saison gegeben und ein Windsurfing Club Hamburg Team war voll im Rennen. 

Spoiler: Das Ergebnis kann sich sehen lassen! 
Unser Team WCH1 sicherte sich einen starken dritten Platz in der Teamwertung. Auch in den Einzelwertungen gab es Grund zum Jubeln: 
– Dane holte sich Platz 3 in der Windsurfer LT Damenwertung 
– Max surfte in der U19 Jugendwertung  ebenfalls auf’s Podium – Platz 3! 


Wir freuen uns riesig über diese tollen Ergebnisse und gratulieren herzlich. 


Und wie fühlt sich der Einstieg ins die Regattaszene an? 
Wir haben Ryan, der an seiner ersten Regatta teilgenommen hat, nach seinen Eindrücken gefragt. 

Du kommst gerade vom Wasser – wie würdest du deine Regatta heute in ein paar Sätzen zusammenfassen? 

Absolute fantastisch! Das hier war meine erste Regatta Erfahrung und ich bin super glücklich. Die Teilnehmenden, das Orga-Team und alle anderen Besucher waren echt gut gelaunt, man hat überall nett schnacken können, sich kennenlernen und austauschen können sowie alte Bekannte wieder getroffen. (kurzer Diskurs: Das WCH-Team ist mit ein paar Mitgliedern und dem Windsurf Club Jade in Lauwersoog, NL, für ein Jahresauftakt-training im April zusammengekommen. Hier konnte ich schon einige Leute aus der Community kennenlernen und habe mich jetzt in Kiel umso mehr gefreut, diese wieder zu treffen. Das hat mir sehr geholfen, meine erste Regatta zu bestreiten).


Die Bedingungen beim Strander Surf Cup können ja ziemlich wechselhaft sein. 

Wie waren Wind und Welle heute, und wie gut kamst du damit zurecht?

Also das Wetter und die Bedingungen waren besser als erwartet auf der Ostsee. Das Revier ist bekannt für seine Windstärken und der gelegentliche Wellengang, den wir von unserem Heimatrevier, dem Oortkatensee, so gar nicht kennen. Das war zu Anfang noch etwas ungewohnt und fordernd, doch nach der zweiten oder dritten Runde habe ich mehr Sicherheit gewonnen und konnte das Board voll und ganz den Bedingungen entsprechend ausfahren und hatte eine tolle Zeit. Was ganz besonders daran lag, dass wir zum ersten Mai schon knappe 24 Grad Lufttemperatur gemessen haben, das bedeutete eher mal kurz zur Abkühlung ins Wasser tauchen.


Die Windsurfer LT-Klasse lebt stark vom One-Design-Gedanken. Was macht für dich den besonderen Reiz aus, gerade in dieser Klasse zu starten? 

Eben dass es eine ONE-Design Klasse ist. Diese ständige Materialschlacht um Board, Segel, Finne, Mast, Verlängerung etc. finde ich gerade als Neuling ziemlich überfordernd. 
Bei der LT-One-Design-Klasse haben alle dasselbe Material und so kommt es viel mehr auf die Technik und Taktiken beim Fahren an. Nicht zu vergessen, dass das Rigg sogar für mich als Beginner in unter 5 Minuten aufgebaut und einsatzbereit ist. Was will man denn da noch mehr?!


Gab es einen entscheidenden Moment oder ein Schlüsselerlebnis während eines Laufs, das dein Ergebnis geprägt hat?

Davon gab es zwei. Der Eine war mit gleichgesinnten übers Wasser zu gleiten, diese endlosen Sonnenstrahlen zu spüren und der charm von Retro-Vibe des doch etwas größeren und „old-school“ wirkenden Materials, welches „einfach zu erlernen, schwer zu meistern“ ist, wenn ihr mich fragt.

Das zweite Erlebnis war der erste Start am zweiten Regatta-Tag. Wir sind geschlossen aufs Wasser und in Richtung Start gefahren, als dann plötzlich so eine starke Nebelfront einsetzte, dass wir kaum die Startlinie, keine Luv-Tonne und auch keinen Strand mehr sehen konnten. Der Start wurde natürlich daraufhin zeitlich verschoben, aber für einen kurzen Moment war es etwas gruselig und zugleich so mystisch-beeindruckend, da man sich plötzlich ganz klein auf dem Wasser fühlt. Doch zu lange kann ich mit den Gedanken dort nicht bleiben, da kommende 
Woche schon die nächste Regatta in Berlin auf dem Programm steht.