Medemblik 2012

Vom 13. – 18. August 2012 waren in Medemblik – Holland rd. 430 Windsurfer aus 31 Nationen bei den Weltmeisterschaften in der BIC T293 Klasse und der Raceboard Masters am Start. Trotz oder gerade wegen der fragwürdigen Entscheidung der ISAF, das Windsurfen aus dem olympischen Programm in Rio 2016 zu streichen, beweist diese eindrucksvolle Teilnehmerzahl insbesondere bei den BIC T293 mit 339 Startern die Olympiawürdigkeit des Windsurfens. So lautete denn auch das von Allen uneingeschränkt geteilte Motto des Vorsitzenden der BIC Techno Klassenvereinigung: ISAF –  Windsurfing „Vote for RIO 2016 please!“

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Soll denn die weltweit sehr erfolgreiche Jugendarbeit in vielen Ländern vergebens gewesen sein? Sollen diese Jugendlichen keine Chance mehr haben, von ihrem großen Ziel, einer Teilnahme in Rio 2016 zu träumen? Noch bleibt ein etwas Hoffnung, dass sich beim November Meeting der ISAF das Blatt doch noch einmal zu Gunsten des Windsurfens dreht.
Zu hoffen ist auch, dass die Landes-Segler Verbände, die bereits angekündigt haben, das Windsurfen ab 2013 nicht mehr zu unterstützen, es sich doch noch einmal anders überlegen. Da die Jugend Olympiade im Windsurfen in 2014 auf dem BIC T293 ausgetragen wird, hätten sie dazu allen Grund.

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Vom Windsurfing Club Hamburg e.V. waren mit Susanne bei den Damen, Bernd bei den Grandmasters (45-55 Jahre) sowie Rainer bei den Veteranen (über 55 Jahre) drei Raceboarder  sowie Finn und Lars bei den unter 15jährigen auf dem BIC T293  in Medemblik am Start.
Bei hervorragenden Regattabedingungen mit Sonnenschein und Wind zwischen 2 und 5 Beaufort ist es den Veranstaltern gelungen, auf drei Regattabahnen die gewaltige Teilnehmerzahl in insgesamt 10 Feldern auf äußerst professionelle Art und Weise vom Start ins Ziel zu bringen, wobei allein die Raceboards 15 Wettfahrten an vier Tagen absolviert haben, während die Jugendlichen es auf 12 Wettfahrten gebracht haben. Medemblik ist in Segler-Kreisen nicht zu Unrecht als Mekka des Segelsports weit über die holländischen Grenzen hinaus bekannt. Finn und Lars, die zum ersten Mal bei einer internationalen Regatta am Start waren, mussten erleben, dass viele andere Nationen wie die Spanier, Franzosen, Italiener, Israelis, Russen oder Japaner (um nur einige zu nennen) hinsichtlich des Trainings und der Leistungsstärke uns Deutschen zur Zeit weit überlegen sind. Insofern war bei den meisten deutschen BIC T293 Fahrern nicht an eine Qualifikation für die Gold Fleet (= vordere Hälfte der Starter in den einzelnen Gruppen) zu denken. Doch darauf ist es zumindest unseren beiden Jungen auch gar nicht angekommen. Die Platzierungen im Mittelfeld der Silver Fleet lassen jedoch hoffen, so dass sich Lars mit Platz 69 und Finn mit Platz 84 bei den U15 vorgenommen haben, für das Regattasurfen bei uns zu werben, um sich im kommenden Jahr bei den Weltmeisterschaften noch um ein paar Plätze nach vorne zu arbeiten. Der Windsurfing Club Hamburg wird sie dabei nach Kräften unterstützen!

Etwas besser aber ebenso weit von der absoluten Spitze entfernt haben sich die drei Raceboarder geschlagen. Immerhin ist es aber sowohl Bernd als auch Rainer in einzelnen Läufen gelungen, sich unter den Top 10 zu platzieren. Am Ende reichte es für Bernd zu Platz 19 im Gesamtklassement unter 69 Startern bzw. zum 9. Platz bei den Grandmastern, während sich Rainer auch aufgrund eines Fehlstarts sowie seiner zeitweilig falschen Segelwahl mit Platz 30 bzw. mit Platz 7 bei den Grandmastern zufrieden geben musste. Zu erwähnen ist, dass in beiden Altersklassen Frank Spöttel als 2. Grandmaster und Heiner Homrighausen als 3. Veteran für die beiden einzigen deutschen Medaillen in der Endabrechnung sorgen konnten. Ein herzlicher Glückwunsch an die Beiden, die sicher in diesem Jahr auch noch bei uns beim Bundesligafinale in Großenbrode am Start sein werden.