T293 European Championships in Sopot/Polen

Zur diesjährigen BIC Techno 293 Europameisterschaft brachen wir direkt nach der Zeugnisausgabe am letzten letzten Schultag vor den Sommerferien auf. Unsere erste Etappe führte uns nach Berlin, wo wir die Surfer aus Paderborn trafen, um mit ihnen in einer Kolonne aus drei Autos bzw. Wohnmobilen und zwei Booten nach Sopot zu fahren. Nachdem wir die Fahrt über Nacht überstanden hatten, kamen wir am Donnerstag Vormittag an, bauten unsere Zelte auf dem Clubgelände auf und trainierten bereits ab dem ersten Tag mit den beiden Trainern, Lars Mühmel (WCH) und Johannes Girke (für Just-Windsurfing Paderborn), auf dem Wasser.
kl_IMG_3887kl_IMG_3844

Bis Samstag waren dann die insgesamt sieben deutschen Starter angereist und unser „Team-Germany“ war in allen Feldern: Girls U15, Boys U15, Girls U17 und Boys U17 vertreten. Noch am selben Tag konnten wir ein gemeinsames Training mit einer altersgemischten israelischen Gruppe von ca. 25 Surfern arrangieren – ein erster Vorgeschmack auf die späteren Wettfahrten, denn schon hier konnten sich zwei deutsche Surfer im Mittelfeld platzieren.

KL_IMG_3666

kl_IMG_3728

 

 

 

 

Am Samstagabend fand dann die feierliche Eröffnungszeremonie statt, bei der alle anwesenden Nationen ihr jährliches Wiedersehen bei den internationalen Regatten feierten. Insgesamt waren 335 Windsurfer/innen aus 25 Länder vor Ort – für die BIC-Kids immer wieder ein tolles Erlebnis gemeinsam mit so vielen anderen BIC-Surfern zu feiern und bei den Wettfahrten zu starten.

Während der Trainingstage herrschte noch auflandiger Wind von 10-15 Knoten, der dann aber zum Regattabeginn am Sonntag leider abnahm, so dass die ersten Wettfahrten bei wenig Welle und nur 4-7 Knoten stattfanden.

Dennoch fuhren Nadia (GER-2213) und, völlig überraschend, auch Felix (GER-2212), insbesondere am ersten Tag mit einem  10. Und einem 8. bzw. einem 12. Und einem 15. Platz, sehr gute Ergebnisse ein. Während Nadia von diesem Moment an bereits täglich um ihre Overall-Platzierung kämpfte und immer wieder überraschende Ergebnisse erzielte, war es für Felix in den ersten drei Tagen, mit insgesamt sechs Leichtwindrennen bei schönstem Sonnenschein, das oberste Ziel die Goldfleet zu erreichen, da die U15er Jungs aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von 83 Teilnehmern in zwei Gruppen, die Goldfleet und die Silverfleet eingeteilt wurden. Es blieb spannend bis zum letzten Moment, als die Aufteilung bekannt gegeben wurde und wir aufatmen konnten, dass Felix es mit einem 39. von 44 Plätzen bei seiner dritten internationalen Meisterschaft in die Goldfleet geschafft hatte.

kl_IMG_4318kl_IMG_4534

Nach dem dritten Tag und der Aufteilung in die Fleets folgte dann die zweite Runde der sechs Regattatage, für die bis zu 15 Knoten angesagt waren. Diese wurden allerdings nur selten erreicht, es blieb überwiegend bei einer Leichtwindregatta mit durchschnittlich 6-10 Knoten.

Weitere Unterstützung erhielt das „Team Germany“ von Finn (GER-364), der zu seiner ersten internationalen Regatta mit einer Sommergrippe und Fieber angereist war und daher in den ersten Tagen leider nicht starten konnte. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass er trotzdem vor Ort und dann in den letzten drei Regattatagen voll dabei war!

Im U17er-Feld der Jungen konnte Vincent (GER-2214) zwar nicht die Goldfleet erreichen, dennoch erzielte er einen respektablen 36. von 69 Plätzen in der Silverfleet, bzw. einen 105. Platz overall von insgesamt 138 Startern.

Nadia erzielte am Ende einen 21. Platz von 42 Startern bei den Mädchen U15, Felix einen 40. Platz von 83 Startern bei den Jungs U15 overall. Beide sind damit im europäischen Mittelfeld der BIC Techno 293-Fahrer angekommen und wir können stolz auf sie sein!

Die drei sind damit auch die besten der insgesamt sieben deutschen Teilnehmer bei dieser Europameisterschaft – Herzlichen Glückwunsch!

kl_IMG_4751kl_IMG_4811

Wir möchten uns bei allen bedanken, ohne die die Teilnahme an der EM und diese Ergebnisse nicht möglich gewesen wären, sei es durch das Training und die Organisation vorab, durch Betreuung und Coaching vor Ort, die Fahrt nach Sopot und vieles andere mehr.

Insbesondere möchten wir der Hamburger Seglerjugend dafür danken, dass sie uns ihr Boot, Commander Finchen, für dieses Event zur Verfügung gestellt hat. Wahrscheinlich wären die guten Ergebnisse ohne den Commander nicht möglich gewesen, da der Aufenthalt auf dem Wasser, bis zu dem Moment wo die Wettfahrten tatsächlich starten, sehr kräftezehrend sein kann, wenn nicht ein Boot vorhanden ist, an dem man sich festhalten kann und das neben der Verpflegung auch noch Platz für einen Trainer bietet…

Das Ziel für die Weltmeisterschaft am Gardasee im Oktober steht nun fest. Bis dahin heißt es: Trainieren, wann immer es möglich ist!