Hamburger Meisterschaft 2015 – BIC-Klasse

Vom 8. bis 10. Mai fand die diesjährige Hamburger Meisterschaft statt.
Insgesamt starteten 39 Teilnehmer, davon 10 BICs. Außer den Hamburgern waren drei BIC-Starter aus Berlin (BuLi Nordost) und Niklas Siems aus dem SC Warendorf (BuLi West) da.
Alle auswärtigen Teilnehmer campten in Zelten, Wohnwagen und Wohnmobilen auf unserem Clubgelände. Es sah dort aus wie auf einem Campingplatz.
Am Samstagabend wurde für alle gemeinsam auf der Terrasse des Clubhauses gegrillt, Rainer Rothhoff, unser Grillmeister, machte seinem Titel alle Ehre. Am Sonntag gab es ein gemeinsames Frühstück für alle, die schon wach waren.
Natürlich war die Durchführung der Regatta nur möglich, weil wir so viel Unterstützung erhielten – von freiwilligen Helfern aus dem Verein und von Michi aus unserem Nachbar-Segelverein SC4, von dem wir auch den Startponton und zwei Boote ausleihen konnten.
Der Wind blies am Wochenende mit bis zu 5 Windstärken – am Sonntag mehr, als am Samstag, dafür war es am Samstag sehr böig und der Wind schien aus allen Richtungen zu kommen – einige Teilnehmer benötigten daher die Unterstützung des Rettungsbootes.

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Trotzdem fanden am Samstag drei Wettfahrten für die BIC-Techno-Klasse und vier Wettfahrten für die Raceboard-Klasse statt. Danach waren wir (fast) alle ziemlich kaputt und die Unterarme und Handgelenke taten uns weh.
Am Sonntag nahm der Wind noch einmal zu. Da der Kurs für die BICs aber verkürzt wurde, konnten noch einmal drei Wettfahrten stattfinden.
Am Samstag habe ich schon nicht mehr daran geglaubt, dass ich einen guten Platz in der Gesamtwertung belegen könnte. Bei dem böigen, sich drehenden Wind kam ich mit meinem 6,8-Quadratmeter-Segel nicht so gut zurecht. Auf das kleinere
5,8-Quadratmeter-Segel wollte ich aber auch nicht zurückgreifen, da ich befürchtete dann zu langsam zu sein. Am Sonntag überlegte ich dann noch einmal auf die Stimmen zu hören, die mir rieten das kleinere Segel zu nehmen, entschied mich aber doch das
6,8-Quadratmeter-Segel zum See zu bringen. Als ich dort aber sah, dass Rainer Frohböse auch mit einem 8,5-Quadratmeter-Segel, d.h. mit einem Quadratmeter weniger als am Tag zuvor unterwegs war, bekam ich es mit der Angst zu tun und entschied mich im letzten Moment noch für das 5,8-Quadratmeter-BIC-Segel.
Allerdings war ich nicht der einzige, der mit einem kleineren Segel unterwegs war. Nach dem ersten Lauf wechselten noch viele andere auf ihre Change-Down-Segel.
Der Wind war mittlerweile so stark geworden, dass einige der BIC-Fahrer – auch ich gehörte dazu – es nicht mehr schafften, ihr Segel unfallfrei alleine über den Deich zu tragen, glücklicherweise halfen uns die Regattahelfer.

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Die Entscheidung das 5,8-Quadratmeter-Segel zu fahren, brachte mir nicht nur viel mehr Spaß an der Regatta, sondern auch den 1. Platz in der Wertung U15 und den dritten Platz der BICs overall – damit hätte ich nach den letzten Regatten, an denen ich teilgenommen habe, niemals gerechnet und habe mich wahnsinnig gefreut, auch weil ich erst seit diesem Jahr zu den U15ern gehöre.
Ich bekam einen sehr schönen Pokal von unserem Verein und eine Medaille von der Hamburger Seglerjugend.
Den ersten Platz in der BIC-Bundesliga-Teamwertung belegte ebenfalls ein Team unseres Vereins, nämlich das Team WCH 5 mit Finn Kroll, Jannick Hellwig und Finn Kerwien. Den ersten Platz der BIC-Fahrer belegte Niklas Siems aus Warendorf und den ersten Platz in der BIC-Wertung U 13 belegte der erst zehnjährige Adrian Leder vom WSeV Berlin. An jede teilnehmende Region und jeden teilnehmenden Verein der BIC-Klasse ging also ein „Erster-Platz-Pokal“.
Besonders gefreut hat mich auch, dass Lars Mühmel vom WCH, der im letzten Jahr ebenfalls noch mit zu den „BIC-Kids“ gehörte, in diesem Jahr, mit gerade einmal 15 Jahren, mit seinem 8,5 Quadratmeter-Segel den 7. Platz in der Raceboard-Gesamtwertung und damit natürlich den 1. Platz in der Wertung R20 belegte.
Ich freue mich schon auf die nächste Regatta und danke der Regattaleiterin Beate Pollack, sowie Manu, die die Organisation zu großen Teilen übernahm und das Regattaprogramm in Nachtschichten besiegte und allen Helfern ganz herzlich.

Felix / GER-2212